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Harnwegsinfekte

Harnwegsinfekte zählen zum häufigsten Infekt, der bei der weiblichen Bevölkerung diagnostiziert wird. Rund 50 % aller Frauen (das sind in Österreich rund 2,2 Millionen Betroffene) leiden einmal im Leben an einer Zystitis.

Harnwegsinfekte ein "Frauenleiden"

Androcheck Harnbefund Jede 7. Frau ist einmal pro Jahr davon betroffen. Bei 30 % der Frauen kommt es innerhalb von 6 bis 12 Monaten nach der ersten Infektion zu einer weiteren Infektion (medizinisch: Rezidiv).

Bei Mädchen treten Blasenentzündungen vor allem zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr auf. Bis zum 16. Lebensjahr bleiben dann Harnwegsinfekte eher eine Ausnahme. Mit dem Beginn der sexuellen Aktivität und auch auf Grund der hormonellen Veränderungen nehmen die Erkrankungen ab diesem Zeitpunkt wieder zu.

Dass vor allem Frauen betroffen sind, liegt zum Teil an den anatomischen Gegebenheiten: Die Harnröhre der Frauen ist viel kürzer als die männliche, so können Keime leichter über die Harnröhre in die Blase wandern und dort zu Entzündungen führen. Dazu kommt, dass die Harnröhrenmündung sehr nah am Scheideneingang liegt, wo sich natürlicherweise eine Vielzahl von Bakterien findet und dadurch eine Infektion begünstigt wird.

Rezidivierende Harnwegsinfekte sind eine besondere Herausforderung für den Therapeuten. Während der erste Infekt durchaus vom Hausarzt behandelt werden kann, ist beim Rezidiv das Aufsuchen eines Facharztes empfehlenswert. Dieser kann weitere Ursachen (z.B. Abflussstörungen) abfklären und die entsprechende Therapiekonzepte umsetzen.

Erfolgreiche Therapie durch innovatives Medikament

Wiederkehrende Harnwegsinfekte stellen ein beträchtliches therapeutisches Problem dar. Die bis dato übliche Verabreichungsform war die Verabreichung von Antibiotika, die jedoch die Immunabwehr des Patienten beeinträchtigen und zu Resistenzen führen können. Ziel der Forschung war daher ein Medikament, das durch Immunmodulation die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers stärkt und somit einen neuen therapeutischen Zugang bietet. Seit 1. Oktober 2006 st auch in Österreich ein oral verabreichtes Medikament - ein sogenannter Immunmodulator - erhältlich, das die Immunabwehr im Körper aktiviert und erfolgreich bei der Behandlung häufiger Blasenentzündungen eingesetzt wird.

Immuntherapie für die Behandlung häufiger Blasenentzündungen

Das biologische Immuntherapeutikum wird zur Stimulation des Immunsystems angewandt, um die natürlichen Abwehrkräfte zu stärken. Es aktiviert verschiedene Abwehrmechanismen im Körper, die zu einer verstärkten Immunantwort im Bereich der Harnwege führen. 1 Kapsel enthält Fraktionen aus ausgewählten Stämmen von Escheria-coli Bakterien, den mit über 70 % häufigsten Erregern von Harnwegsinfekten.

Einfach und wirksam

Die Therapie mit dem immunstärkenden Medikament wird im Sinne einer Grundimmunisierung über einen Zeitraum von 90 Tagen durch Einnahme von einer Tablette täglich durchgeführt. Der Arzt entscheidet dann, ob eine 3x10 Tage-Auffrischungstherapie zu empfehlen ist. Nebenwirkungen treten nahezu keine auf.

Therapieerfolg durch Studien belegt

Studien belegen, dass diese neue therapeutische Methode die eigenen Abwehrkräfte stärkt sowie die Häufigkeit der Rezidiv-Infektionen um mindestens 33 % reduziert. Der Immunmodulator verkürzt überdies die Krankheitsdauer und führt zu einem Rückgang der Symptome.

Verhaltensempfehlungen zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen

Als vorbeugende Maßnahmen sollten Frauen auf folgende Punkte achten:
  • ausreichend trinken (Wasser, Tee - mind. 2l/Tag)
  • keine bauchfreie Kleidung
  • keine zu kurzen Mini-Röcke
  • genügend Schlaf
  • Stressvermeidung
  • Miktionshygiene (saubere, warme Toilette; Reinigen von "vorne nach hinten")
  • regelmäßige Entleerung der Blase
  • Miktion nach dem Geschlechtsverkehr
  • Keine übertriebene Genitalpflege (zerstört Vaginalflora)