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6. Interdisziplinäre Tagung "Mann & Gesundheit"

am:18.05.2019
„Männergesundheit ist mehr als die Prostata allein“ ist ein in der ÖGMG gerne verwendetes Schlagwort, nichts desto trotz sind Urologie und Andrologie zentrale Fachrichtungen in der Männergesundheit. Der Hypogonadismus beispielsweise hat Auswirkungen auf fast alle Organsysteme des Mannes, von der Haut über das vegetative Nervensystem, dem Knochenstoffwechsel, das hämatopoetische System bis hin zu Zucker – und Fettstoffwechsel. Das Prostatakarzinom wiederum ist der häufigste Tumor des Mannes, mit ca. 5000 Neuerkrankungen und die zweithäufigste Tumortodesursache mit ca. 1100 Todesfällen pro Jahr in Österreich.
Dies war Grund genug, Hypogonadismus und Prostatakarzinom bei der heurigen 6. Interdisziplinären Tagung „Mann und Gesundheit zum Gegenstand der Sitzungen zu machen. Wir wollen aber diese Themen hauptsächlich von Nicht-Urologen beleuchten lassen. So werden auch ein Pharmazeut und ein Labormediziner über das Testosteron sprechen, und der Osteologe die Folgen des Hormonmangels auf den Knochenstoffwechsel beleuchten. Natürlich darf der Urologe nicht fehlen. Sein Thema wird der Zusammenhang des metabolischen Syndroms und des Hypogonadismus sein, also das androgen-MetS.
Das Prostatakarzinom nimmt thematisch den größten Raum bei urologischen Fachtagungen ein. Allein die rasante Entwicklung der Therapieoptionen macht es notwendig, uns auf den neuesten Stand bezüglich Prostatakarzinom zu bringen. Die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens ist aus den Früherkennungsprogrammen nicht mehr wegzudenken. Wichtig für die richtige Verwendung dieses Tools zur Vermeidung von Überdiagnose und – behandlung ist das Wissen über den korrekten Einsatz des PSAs beim Smart-Screening des Prostatakarzinoms. Wann starten, wie oft und wann aufhören, sind die Kardinalfragen, die es bezüglich PSA zu beantworten gilt. Zunehmend an Bedeutung gewinnt die Genetik bei Diagnostik und Prognose des Prostatakarzinoms. Hier sind noch viele Fragen offen, wenigstens ein Teil soll bei dieser Sitzung beantwortet werden. Die onkologische Rehabilitation nach radikaler Prostatektomie spielt eine große Rolle in der Tumornachsorge und ist ein wichtiger Teil des uroonkologischen Gesamtkonzepts. Die Indikationen für die onkologische Rehabilitation reichen von der Behandlung von Streßinkontinenz und erektiler Dysfunktion bis hin zur Gesprächstherapie des posttraumatischen Psychosyndroms durch das Wissen über die Krebsdiagnose und durch das Operationstrauma.
Ort:Schlosspark Mauerbach Herzog Friedrich-Platz 1
Author:Prof. Dr. Michael Eisenmenger


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